4. Mitteilung „Forderungsanmeldungen im Insolvenzverfahren“

Wie angekündigt, hat die Insolvenzverwaltung gemeinsam mit den Mitgliedern des Gläubigerausschusses ein Verfahren zur zeit- und kostensparenden elektronischen Anmeldung von Insolvenzforderungen der ehemaligen Clubmitglieder entwickelt. Die diesem Anmeldesystem zugrundeliegende Datenbank ist nunmehr fertig gestellt und steht den Gläubigerschutzverbänden (AKV EUROPA – Alpenländischer Kreditorenverband / Kreditschutzverband von 1870 / Creditreform – Österreichischer Verband Creditreform), dem Verein für Konsumenteninformation sowie allen zur berufsmäßigen Parteienvertretung Befugten, insbesondere Rechtsanwälten, zur Verfügung, die über Auftrag von betroffenen Gläubigern die Forderungsanmeldung beim Insolvenzgericht über dieses System vornehmen können.

Bei einer Forderungsanmeldung über das System handelt es sich um KEIN ONLINE-FORMULAR. Es ist von den Vertretern (Gläubigerschutzverbände, VKI oder Parteienvertreter) eine Excel-Tabelle für die vertretenen Gläubiger in den dafür vorgesehenen Spalten auszufüllen und als Forderungsanmeldung beim Insolvenzgericht einzubringen; dem Insolvenzverwalter ist die Datei elektronisch per Mail zu übermitteln. Da immer die gesamte Datei eingebracht bzw. übermittelt werden muss, ist eine Beteiligung an diesem System nur sinnvoll, wenn eine Mehrzahl von Gläubigern vertreten wird. Aus den angeführten Gründen ist auch keine Beteiligung einzelner, nicht vertretener Gläubiger am Forderungsanmeldesystem möglich.

Gläubiger, die sich nicht vertreten lassen wollen, steht die Möglichkeit offen, ihre Forderungen individuell anzumelden. Hierfür stellt die Justizverwaltung ein nicht verbindliches Formular zur Verfügung.

Es wird nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass FORDERUNGSANMELDUNGEN BEIM INSOLVENZVERWALTER KEINE RECHTLICHE WIRKUNG HABEN UND DAHER IM INSOLVENZVERFAHREN AUCH NICHT BERÜCKSICHTIGT WERDEN.

Aufgrund der großen Zahl der betroffenen Gläubiger im gegenständlichen Insolvenzverfahren ersucht die Insolvenzverwaltung neuerlich um Verständnis, dass INDIVIDUELLE ANFRAGEN VON GLÄUBIGERN SEITENS DER INSOLVENZVERWALTUNG NICHT BEANTWORTET WERDEN KÖNNEN.

GLÄUBIGER, DIE FÜR IHRE FORDERUNGSANMELDUNG UNTERSTÜTZUNG BENÖTIGEN, WIRD EMPFOHLEN, SICH AN EINEN DER GENANNTEN VERBÄNDE ODER EINEN RECHTSANWALT ZU WENDEN.

Linz, am 29.11.2017